Über mich
Eigentlich wollte ich lange keine „Über mich“-Seite schreiben. Nicht, weil mir meine Geschichte egal ist, sondern weil ich mich in vielen dieser Texte nicht wiederfinde. Zu oft geht es darum, sich selbst in den Vordergrund zu stellen, statt zu erklären, warum man diesen Weg überhaupt eingeschlagen hat.
Wie meine Sicht auf Veranstaltungen entstanden ist
Ich habe das große Glück, einen ganz tollen Freundeskreis zu haben. Dadurch durfte ich in den vergangenen Jahren viele Hochzeiten, Geburtstage und Feiern erleben. Abende, an denen man zusammenkommt, lacht, tanzt und einfach eine gute Zeit hat. Genau so, wie es sein soll. Diese Momente habe ich immer als Gast erlebt – dankbar für die Einladung und dafür, Teil solcher Abende zu sein.
Durch meine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann habe ich ein Gespür für Abläufe im Hintergrund entwickelt. Man sieht manche Dinge vielleicht etwas genauer, achtet auf Details, auf Übergänge, auf das Zusammenspiel von Technik und Ablauf. Gleichzeitig war mir immer wichtig, solche Feiern nicht zu analysieren oder zu bewerten. Es sind die Abende meiner Freunde. Ihr Anlass. Ihr Moment. Und genau den wollte und will ich genießen, ohne ihn „kaputtzudenken“.
Mit der Zeit ist aus diesen Erlebnissen ein Gedanke gewachsen: Wie gut fühlt sich eine Feier an, wenn im Hintergrund alles funktioniert und niemand sich Gedanken über Technik machen muss? Wenn Dinge einfach laufen, ohne Aufmerksamkeit zu verlangen? Aus diesem Gedanken heraus entstand der Wunsch, mich selbstständig zu machen.
Veranstaltungsservice Köln habe ich gegründet, um genau diese Art von Unterstützung anzubieten. Nicht laut, nicht aufdringlich, nicht mit großen Versprechen – sondern mit Technik, die ihren Zweck erfüllt und Gastgebern den Rücken freihält. Damit Feiern das bleiben, was sie sein sollen: besondere Abende mit Menschen, die einem wichtig sind.
Der Abend, der alles verändert hat
Meine Freundin Leonora wurde 30 und ich wollte ihr einfach einen richtig schönen Abend bereiten. Kein großes Event, keine Show – sondern eine gute Feier mit Freunden, Musik und einer angenehmen Atmosphäre. Wir hatten das große Glück, den Abend in einer stilvollen Location in Rodenkirchen verbringen zu dürfen. Und jeder, der Köln kennt, weiß: Allein eine passende Location zu bekommen, ist schon ein kleines Projekt für sich.
Ich setzte mich also an den Rechner und suchte nach etwas einfacher Dekobeleuchtung. Keine wilden Effekte, keine große Technik. Meine Vorstellung war simpel: etwa alle drei Meter eine PAR64-Lampe, nach oben gerichtet, um den Raum dezent auszuleuchten. Mehr nicht.
Die Suche nach einem Anbieter
Dann begann das eigentliche Drama.
Wenn man bei Google nach „Veranstaltungsservice Köln Technik mieten“ sucht, bekommt man vor allem eines angezeigt: Anzeigen. Viele Anzeigen. Große Produktionen, große Versprechen, große Namen. Dienstleister, die mit Fernsehsendern zusammenarbeiten oder komplette Bühnen bauen. Mir war schnell klar: Das ist nicht meine Welt. Und ehrlich gesagt auch nicht mein Budget. Meine Anfrage würde dort vermutlich entweder ignoriert werden oder direkt im Spam-Ordner landen.
Erst sehr weit hinten – ich meine wirklich irgendwo auf Seite fünf der Suchergebnisse – fand ich einen Anbieter, der zumindest auf Bildern PAR64-Strahler zeigte. Für mich als ITler war der Gedanke klar: anklicken, auswählen, buchen, bezahlen, fertig. Falsch gedacht.
Es gab keine Buchungsmaske, keinen Warenkorb, keinen klaren Ablauf. Nur ein Kontaktformular. Also stellte ich mich höflich vor und beschrieb kurz, was ich für den Abend benötigte.
Eine Woche verging. Keine Antwort.
Zwischen Telefon und E-Mail
Da ich ein Freund schriftlicher Anfragen bin, wartete ich zunächst ab. Irgendwann griff ich dann doch zum Telefon. Nach dem Motto: Vielleicht ist ja einfach etwas untergegangen. Am Telefon erklärte ich erneut, was ich benötige: zehn PAR64-Strahler mit Farbfiltern.
Die Antwort war:
„Ja, äh … schreib mir das bitte per Mail.“
In dem Moment dachte ich wirklich kurz: Hä? Genau das habe ich doch schon vor einer Woche getan. Egal. Also diesmal nicht über das Kontaktformular, sondern direkt per E-Mail-Adresse. Rausgeschickt, abgewartet.
Nach fünf Tagen kam tatsächlich eine Antwort. Der Anbieter teilte mir mit, dass er am gewünschten Abholtag nur bis 13 Uhr an der Halle sei. Nicht ideal, aber gut – es geht um einen wichtigen Abend. Also nahm ich mir für den Tag Urlaub. Ein bisschen wie bei der Zulassungsstelle Köln: nervig, aber machbar.
Vor verschlossener Tür
Ich stand pünktlich um 13 Uhr an der Lagerhalle.
Und stand dort.
Alleine.
Nach einem weiteren Anruf hieß es, er sei erst in etwa 45 Minuten vor Ort. In dem Moment fragte ich mich ernsthaft, was ich falsch gemacht hatte. Ich war pünktlich, hatte mich gemeldet, Termine abgestimmt. Und wenn etwas dazwischenkommt, kann man doch kurz anrufen – schließlich lagen meine Kontaktdaten vor.
Genau an diesem Punkt wurde mir klar: Das Problem war nicht die Technik. Es war der Service.
Fünf statt zehn Strahler
Nachdem wir uns schließlich darauf geeinigt hatten, dass der Fehler wohl bei mir gelegen haben müsse, reichte er mir fünf PAR64-Strahler. Ich fragte nach den restlichen. Die Antwort war knapp: „Mehr habe ich nicht.“
In dem Moment dachte ich wirklich, ich hätte mich verhört.
Ich hatte geschrieben, telefoniert, gewartet, mir Urlaub genommen – und stand nun mit fünf Strahlern da, obwohl ich zehn angefragt hatte. Doch genau so war es. Er wirkte gestresst, musste weiter, und ich hatte das Gefühl, eher eine Belastung zu sein als ein Kunde.
Also fuhr ich nach Hause. Mit fünf PAR64-Strahlern.
Was ich daraus gelernt habe
Diese Erfahrung war mein persönliches Erlebnis mit einem Kölner Veranstaltungsservice. Und mir ist bewusst: Jedem kann etwas dazwischenkommen. Fehler passieren. Aber was für mich nicht verständlich war, ist das Schweigen, das Nichteinhalten von Absprachen – und am Ende das Gefühl, selbst der Schuldige zu sein.
Genau aus dieser Erfahrung heraus habe ich Veranstaltungsservice Köln ins Leben gerufen.
Ich wollte einen Service schaffen, auf den man sich verlassen kann. Einen Dienstleister, bei dem Absprachen eingehalten werden. Bei dem man Veranstaltungstechnik so buchen kann, wie man es heute erwartet: klar, transparent und verbindlich – fast so selbstverständlich wie eine Unterkunft bei Booking.
Vielleicht haben andere ähnliche Erfahrungen gemacht. Vielleicht bin ich damit auch nicht allein. Ich weiß nur, dass ich meinen zukünftigen Kunden genau das bieten möchte, was ich mir damals selbst gewünscht hätte: einen einfachen schönen Abend. Einen Abend, bei dem man ankommt, loslässt und einfach feiern kann – im Vertrauen darauf, dass im Hintergrund alles funktioniert.
Gunnar Sauerberg
Du kannst gerne meine Erfahrung teilen oder einen Termin vereinbaren.